Kom-Dia testet IoT-Dienstleistungen

Aufträge für die Wohnungswirtschaft auf Basis von LoRaWAN-Funknetz

Die Braunschweiger Digitalisierungsagentur Kom-Dia, als Mitglied der Veolia-Gruppe, testet in einem Pilotprojekt ausgewählte IoT-Dienstleistungen für Wohnungsunternehmen. Dazu zählen beispielsweise die Fernauslesung von Energie- und Wasserzählern oder die automatisierte Anpassung von Beleuchtung und Heizung in Räumen, die aktuell nicht belegt sind.

Die technische Grundlage für die Anwendungen bildet das stadtweite LoRaWAN-Funknetz, das Kom-Dia im vergangenen Jahr errichtet hat und nun schrittweise verdichtet. „LoRaWAN bietet zahlreiche Möglichkeiten, um die Prozesse und Abläufe in Unternehmen der Wohnungswirtschaft zu optimieren“, erklärt Dr. Volker Lang, Geschäftsführer von Kom-Dia. „Unser Ziel ist es, besonders vielversprechende Anwendungen in der Praxis zu testen und nach den Bedürfnissen unserer Kunden weiterzuentwickeln.“

Bildquelle: Veolia Water Technologies

Insgesamt elf solcher LoRaWAN-Antennen wurden bisher in Braunschweig installiert.

Die LoRaWAN-Technologie, kurz für Long Range Wide Area Network, besitzt eine hohe Reichweite, verbraucht aber nur wenig Energie. Sie eignet sich besonders, um Geräte zu vernetzen, die nur geringe Datenmengen produzieren. Für das Pilotprojekt wurden rund 30 Liegenschaften der Wohnungsunternehmen Baugenossenschaft ›Wiederaufbau‹ eG, der Nibelungen-Wohnbau-GmbH und der Braunschweiger Baugenossenschaft eG mit Sensorik des Funkstandards ausgestattet.

So hat Kom-Dia etwa Temperaturfühler in Warmwasserspeichern installiert, die mehrmals täglich Zu- und Rücklauftemperatur messen. Die Daten ermöglichen es, einen Befall durch Legionellen zu verhindern, da diese nur unterhalb einer bestimmten Temperatur überleben. In einem weiteren Test werden Raumtemperatur und -luftfeuchtigkeit mit Hilfe eines LoRaWAN-Sensors fernüberwacht, um Schimmel vorzubeugen. Der eingesetzte Sensor misst zugleich Bewegungen im Raum und schafft dadurch die Grundlage für eine energieeffiziente Steuerung von Heizung und Beleuchtung: Hält sich aktuell niemand im Raum auf, werden Licht und Temperatur entsprechend angepasst.

Bildquelle: Veolia Water Technologies

Stefanie Lewke von Kom-Dia liest einen digitalen Stromzähler aus.

Im Bereich der klassischen Daseinsvorsorge testet Kom-Dia die Fernauslesung von Energie- und Wasserzählern. Auf ihrer Grundlage wird das Unternehmen den Wohnungsunternehmen künftig vollautomatisierte Abrechnungen zum Stichtag anbieten.

Weitere im Pilotprojekt realisierte Anwendungen sind:
- das Überwachen von Feuerwehrzufahrten, um einen ungehinderten Zugang für Rettungskräfte sicherzustellen.
- das Überwachen von Tür- und Fensterkontakten, um den Zutritt von Unbefugten zu unterbinden.

Mehr Informationen zum Thema erhalten Sie im kostenlosen Online-Seminar „Digitale Netze – LoRaWAN- und Glasfaserausbau in Braunschweig“, das Kom-Dia zum Digitaltag am 19. Juni von 16 bis 17 Uhr auf dem YouTube-Kanal von BS Energy anbietet.


 
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19.06.2020
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