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Fachartikel Messtechnik → SensorenSicherheit in Fahrzeugen

Sensoren für höhere Sicherheit in Fahrzeugen

Inertialsensoren von Bosch SMI7xy kombinieren Messung von Drehraten und Beschleunigung

Mit der Sensorplattform SMI7xy bringt Bosch eine neue Generation von Inertialsensoren auf den Markt. Sie sind speziell entwickelt für den Einsatz in Systemen für aktive und passive Sicherheit sowie in Fahrerassistenzsystemen. Die neuen Sensoren zeichnen sich durch hohe Robustheit und einen geringen Platzbedarf aus: sie werden in einem kompakten BGA-Gehäuse mit Abmessungen von nur 7 x 7 x 1,5 mm³ ausgeliefert.

Sicherheit in FahrzeugenNeue Generation Inertialsensoren SMI7xy von Bosch:
Mit der Sensorplattform SMI7xy bringt Bosch eine neue Generation von Inertialsensoren auf den Markt. Sie sind speziell entwickelt für den Einsatz in Systemen für aktive und passive Sicherheit sowie in Fahrerassistenzsystemen
 
Die Plattform SMI7xy umfasst zwei Sensorentypen:
 
Sensoren für Basisanwendungen mit den Typenbezeichnungen SMI720 und SMI740 sowie die Sensoren SMI700 und SMI710 für anspruchsvollere Anwendungen. Die Sensoren sind je nach Zielanwendungen bis ASIL D (SMI720 bis ASIL C) gemäß Sicherheitsstandard ISO26262 einsetzbar. Alle Modelle sind mit einem integrierten Safety-Controller ausgestattet. Zudem bieten SMI700 und SMI710 eine robuste Offset-Stabilität. Für die Datenausgabe über die SPI-Schnittstelle beherrschen die Sensoren die zwei meist verbreiteten Protokollversionen.

Besonders geeignet für anspruchsvolle Fahrdynamik-Anwendungen


Der SMI700 vereint einen Drehratensensor (Z-Achse) und einen zweiachsigen Beschleunigungssensor (X- und Y-Achse) in einem Gehäuse. Er bietet zudem die Option, hohe Beschleunigungen bis 35 g auszulesen. Zusätzlich zu dem SPI-Interface für die Datenkommunikation ist der SMI700 mit einer PSI5- und einer CAN-Schnittstelle ausgestattet, zwei Standardschnittstellen der Automobilelektronik. Diese Eigenschaften machen den SMI700 zum idealen Sensor für den Einsatz in ESP®-Systemen und anspruchsvollen Fahrdynamik-Anwendungen, wie zum Beispiel Berganfahrhilfe (Hill-Hold-Control), adaptive Abstands- und Geschwindigkeitsregelung (ACC - Adaptive Cruise Control) oder aktive Vorderachslenkung (Active Front Steering).

Der SMI710 ist ebenfalls eine Kombination eines Drehratensensors (X-Achse) mit einem zweiachsigen Beschleunigungssensor, allerdings mit Y- und Z-Achse. Er ist mit einer PSI5- und einer CAN-Schnittstelle ausgestattet. Damit erfüllt er die Anforderungen für die Überschlagerkennung und die Vorgaben für den Einsatz in anspruchsvollen Fahrerassistenzfunktionen wie zum Beispiel Wank- oder Nickratenstabilitätsprogramme.

Überschlagerkennung und ESP®

Der Sensor SMI720 ist speziell für die Überschlagerkennung konzipiert. Er vereint in seinem Gehäuse einen Drehratensensor (X-Achse) und einen einachsigen Beschleunigungssensor (Z-Achse). Der SMI740 verfügt zusätzlich zu dem Drehratensensor (Z-Achse) über einen zweiachsigen Beschleunigungssensor (X- und Y-Achse). Er ist gemäß Standard-ESP®-Spezifikationen ausgelegt und damit maßgeschneidert für Basis-Fahrdynamikregelungen.

Hintergrund MEMS-Technologie


Bosch hat die Entwicklung der MEMS-Technologie (Micro-Electro-Mechanical-Systems) von Beginn an geprägt. Seit Produktionsstart im Jahr 1995 hat das Unternehmen mehr als drei Milliarden MEMS-Sensoren gefertigt. Die Produktionsmenge erreicht Jahr für Jahr neue Höchstwerte, allein 2013 haben mehr als eine Milliarde Sensoren das Werk in Reutlingen verlassen. Das Angebot umfasst Druck-, Beschleunigungs-, Feuchtigkeits-, Temperatur-, Drehraten-, Erdmagnetfeld- und Inertialsensoren sowie MEMS-Mikrofone für viele Anwendungen in der Automobil- und Konsumelektronik.
 

Herausgeber + Foto:
 
 Robert-Bosch-Platz 1
 70839 Gerlingen-Schillerhöhe
     Robert Bosch GmbH
 
Eingestellt  März 2014
2014-03-20
PM vom 10.3.14